Die 5 Phasen eines erfolgreichen Grafikdesign-Projekts

Du möchtest gern mit einem Grafiker zusammenarbeiten und dir deine neue Broschüre gestalten lassen. Und du fragst dich: Wie läuft eigentlich ein Grafikdesign-Projekt ab? Was erwartet mich? Wie sieht die Zusammenarbeit mit einem freiberuflichen Grafikdesigner überhaupt aus?

Der Ablauf eines Grafikdesign-Projekts ist immer ähnlich und durchläuft bestimmte Phasen. Welche Phasen das sind und was in diesen Phasen genau passiert, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Los geht’s!


Artikelübersicht


Phase 1: Kennenlernen und Briefing

Der erste Anruf, die erste E-Mail
Zu Beginn einer Zusammenarbeit erfolgt immer die erste Kontaktaufnahme.

Du kontaktierst deinen Grafiker per Telefon, E-Mail oder über das Kontaktformular auf der Website. Danach vereinbart der Grafiker mit dir einen persönlichen Termin für ein ausführliches Erstgespräch.

Dieses Gespräch kann in den Räumlichkeiten des Grafikers oder direkt in deinem Unternehmen stattfinden. Ist die Entfernung zu groß, bietet sich ein persönliches Gespräch via Skype oder Zoom an.

Tipp: In dieser Phase lohnt es sich übrigens noch nicht, den Grafiker mit der Frage „Was kostet mich das?“ zu bombardieren. Er kann es dir einfach (noch) nicht sagen, denn jede Broschüre, jeder Flyer und jedes Projekt hat seine eigenen Anforderungen. Den Aufwand kann er erst in Phase 2 genau abschätzen.

Das erste Gespräch – Kennenlernen
In diesem Gespräch geht es primär darum, dass der Grafiker dich und dein Projekt kennenlernt. Einblicke in dein Unternehmen bekommt und Verständnis für deine Ideen und Visionen entwickelt.

Du möchtest neben der Umsetzbarkeit deines Projektes und den Kosten natürlich auch dein Gegenüber und seine Ideen kennenlernen. Denn es nützt dir nichts, wenn du einen Profi an der Seite hast, mit dem du menschlich nicht arbeiten kannst oder der dein Unternehmen oder dein Produkt nicht versteht.

Stelle dich in diesem Gespräch kurz vor, erkläre, was du machst und welche Vorstellungen hast. Je genauer diese ersten Informationen sind, umso genauer kann der Grafiker den Aufwand und deine Investition in das Projekt einschätzen.

Danach erzählt dir der Grafiker etwas über sich und erklärt dir genau, ob er der richtige Ansprechpartner für dein Projekt ist und wie der Ablauf sein wird. Er stellt dir Fragen zu deinem Unternehmen, um Informationen zu sammeln, die wichtig für den weiteren Prozess sind.

Was der Grafiker genau wissen und an Informationen erhalten sollte, beschreibe ich in meinem Artikel „Wie du mit einem optimalen Briefing deines Grafikers Zeit und Geld sparst“. Dort gebe ich dir ausführlich Einblicke in die Notwendigkeit eines genauen Briefings deines Grafikers.

Außerdem kannst du in diesem Gespräch all deine Fragen rund um die Zusammenarbeit loswerden.

Nach diesem Gespräch kennst du die Antworten auf diese Fragen: Ist mir der Grafiker sympathisch? Möchte ich mit ihm zusammenarbeiten? Kann er mein Projekt umsetzen? Versteht er mein Projekt, meine Visionen und Ideen? Wie sieht das grobe Konzept und der Zeitplan aus?

Bereitstellung deines Materials
Bereits im ersten Gespräch kann dir der Grafiker auf Nachfrage genau sagen, wie er das Material von dir übersendet haben möchte.

Da Daten wie Bilder, Text, Logos und offene Arbeitsdateien meist recht groß sind, lohnt es sich, sie via Dropbox oder Google Drive zu teilen.

So befinden sich Material und später auch die aktuellen Versionen der Entwürfe immer an einem Ort und du kannst jederzeit darauf zugreifen.

Phase 2: Angebot und Auftragsbestätigung

Anhand der ausführlichen Informationen aus dem ersten gemeinsamen Gespräch erstellt dir der Grafiker innerhalb weniger Tage ein individuell auf dich zugeschnittenes und detailliertes Angebot.

Wenn du es in Phase 1 noch nicht getan hast und nichts anderes vereinbart wurde, solltest du ihm spätestens mit der Unterzeichnung der Auftragsbestätigung das gesamte Material für das Projekt zur Verfügung stellen. Dann kann der Grafiker zum vereinbarten Termin loslegen.

Je nach Vereinbarung zahlst du bereits jetzt einen ersten Teil der Projektsumme.

Phase 3: Konzeption und Design

Die ersten Entwürfe entstehen
Nach der ausführlichen Vorbereitung kannst du dich jetzt erst einmal entspannt zurücklehnen. Denn nun startet der Grafiker mit der Konzeption und der Designentwicklung. Er macht sich erste Gedanken, recherchiert, sammelt Ideen und macht Skizzen auf Papier.

Im Anschluss werden diese Skizzen mit dem Grafikprogramm Adobe InDesign umgesetzt. Denn InDesign ist für die Erstellung von Broschüren bestens geeignet.

Phase 4: Präsentation und Korrekturen

Jetzt bekommst du endlich etwas zu sehen
Egal, ob ihr euch persönlich trefft oder via Skype oder per E-Mail kommuniziert: Der Grafiker präsentiert dir mehrere unterschiedliche Designvorschläge für deine neue Broschüre. Zudem erklärt er dir seine Idee und den Hintergrund der Entwürfe näher.

Du schaust dir die Vorschläge in Ruhe an und entscheidest, in welche Richtung es gehen soll und welcher Entwurf dein Favorit ist. Du besprichst deine Änderungswünsche. In einer zweiten Korrekturrunde werden dann weitere Anpassungen an deinem favorisierten Design gemacht.

Meist gibt es zwei bis drei Korrekturrunden. Je nachdem, was du mit deinem Grafiker festgelegt hast, geht es also nochmal in eine Korrekturrunde oder direkt in die Vorbereitung für den Druck.

Phase 5: Erstellung Druckdaten

Nach der letzten Korrekturrunde erstellt der Grafiker aus dem bisherigen Designentwurf eine optimierte Druckdatei. Dort bereitet er alle Elemente und Inhalte für den Druck vor.

Die Druckdatei wartet im Anschluss auf deine endgültige Freigabe.

Dabei prüfst du die Datei ein letztes Mal, bevor sie in den Druck geht. An dieser Stelle empfehle ich immer, Texte noch einmal genau prüfen zu lassen. Am besten nutzt du ein Korrektorat oder Lektorat (meine persönliche Empfehlung: Karo von LEBENSWERT – Die Medienmanufaktur) ‒ falls nicht vorher schon geschehen. Denn wenn deine Daten gedruckt sind und du danach einen Fehler entdeckst, ist das nicht nur sehr ärgerlich, sondern auch mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Es ist soweit, deine Broschüre ist fertig!

Nach deiner Freigabe kannst du die Druckdatei direkt an deine Druckerei senden.

Und nach wenigen Tagen hältst du deine fertige Broschüre in den Händen. Die Produktionsdauer ist dabei abhängig von der Auflage, Ausführung und verwendeten Veredelungstechniken deiner Broschüre.

Fazit

Wie du siehst: Der Ablauf eines Projektes ist kein ein Hexenwerk.

Er läuft immer ähnlich ab. Wie gut und wie flüssig die Zusammenarbeit sich gestaltet, das hängt natürlich vom Grafiker und von dir ab.

Wichtig ist: Beide Seiten halten sich an die vereinbarten Absprachen und Termine. Du stellst alle wichtigen Informationen und das Material bereit. Und Unklarheiten und Fragen besprecht ihr zeitnah. Dann macht auch ein umfangreiches Projekt einfach nur Spaß und wird am Ende erfolgreich.

Wie ist bei dir die Zusammenarbeit mit deinem Grafiker bisher gelaufen? Welche Erfahrungen hast du mit dem Projektablauf gemacht? Hat dir etwas besonders gefallen oder würdest du etwas anders machen? Schreib es mir gerne in die Kommentare!

Manuela Aksu Manuela ist Gründerin von Kreativcode und leidenschaftliche Grafikdesignerin aus München. Auf ihrem Blog teilt sie ihr Wissen über Grafikdesign und gibt dir nützliche und leicht umsetzbare Tipps, die du sofort für dein Business verwenden kannst.

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