Digital und Print: die 5 wichtigsten Unterschiede

Mit einem durchdachten Design und klar strukturierten Inhalten schaffst du es, deine gesamten Marketingunterlagen für deine Zielgruppe interessant und verständlich zu gestalten und deine Botschaft klar zu kommunizieren.

Dabei hast du zwei Möglichkeiten, dich und dein Unternehmen zu präsentieren und deine Sichtbarkeit zu erhöhen: die gedruckte und die digitale Form.

Ganz egal, ob du dich für einen oder beide Wege entscheidest: Wichtig ist, dass du mit hochwertigen Marketingunterlagen an deine Zielgruppe herantrittst. Das lege ich dir sehr ans Herz. Verzichte nicht auf eine professionelle Ausarbeitung deiner Unterlagen. Denn diese Entscheidung beeinflusst nachhaltig die Meinung deiner (potenziellen) Kunden über dich. Sie könnten sich die Frage stellen, ob du dich überhaupt mit voller Leidenschaft um ihre Bedürfnisse kümmern wirst, wenn du scheinbar keinen Wert auf deine eigene Präsentation und Außendarstellung legst. Eine berechtigte Frage, nicht wahr?

Daher zeige ich dir heute in diesem Artikel die Unterschiede zwischen deinen Marketingunterlagen in gedruckter und in digitaler Form und gebe dir Tipps, auf was du bei der Auswahl des Mediums achten solltest.

Artikelübersicht

Druck oder digital?

Der Unterschied zwischen gedruckten und digitalen Marketingmaterialien ist in wenigen Worten erklärt: Gedruckte Unterlagen sind Materialien, die du deinen Interessenten und Kunden auf Messen, bei Veranstaltungen oder direkt im Kundengespräch in die Hand geben kannst. Dazu zählen zum Beispiel Visitenkarten, Flyer oder Broschüren.

Digitales Marketingmaterial ist alles, was dir online über den Weg läuft. Das beginnt bei Landingpages, Websites und geht über Onlinebanner, Newsletter, Social-Media-Anzeigen und -Grafiken bis hin zu Marketingbroschüren und anderen Unterlagen für deine Interessenten und Kunden.

Dabei solltest du wissen, dass du dich nicht für einen dieser Bereich entscheiden musst. Im Gegenteil: Ich empfehle dir beide Medien zu nutzen, um dich und dein Unternehmen bekannt zu machen. Im Printbereich hast du unendlich viele spannende Gestaltungs- und Verarbeitungsmöglichkeiten. Damit bietest du zum Beispiel ein besonderes haptisches Erlebnis, wenn dein Kunde deine Broschüre in die Hand nimmt.

Doch ich sehe ganz klar die Vorteile und die Flexibilität im digitalen Bereich. Digitale Marketingunterlagen erreichen heutzutage viel mehr Menschen und erlangen deutlich mehr Aufmerksamkeit. Du kannst deine digitalen Marketingaktivitäten auch viel leichter nachverfolgen und auswerten. Und vor allem testen, was besser bei deinen Kunden ankommt und wo du optimieren musst. So gestaltest du deine Marketingaktivitäten effektiver und wirksamer.

Und nicht zu vergessen: Du brauchst keinen Lagerplatz, wenn zum Beispiel 40.000 Exemplare deiner Broschüre aus der Druckerei zu dir ins Büro kommen.

Veränderbarkeit und Aktualität

In Bezug auf Aktualität und Veränderbarkeit hast du bei deinen digitalen Materialien den Vorteil, dass du sie umgehend und ohne hohe Kosten aktualisieren kannst. Und sobald alle Änderungen durchgeführt sind, stellst du die Datei deinen Kunden zur Verfügung. Damit kannst du sehr schnell auf Veränderungen reagieren und bietest immer aktuelle Informationen.

Bei einem Druckerzeugnis sind Aktualisierungen deutlich aufwändiger und natürlich teurer. Du kannst hier ebenfalls problemlos Änderungen vornehmen, Texte und Inhalte komplett ändern. Allerdings wirst du im weiteren Schritt deine Datei an eine Druckerei senden und alles neu drucken lassen. Das sind zusätzliche Kosten, die gut überlegt sein sollten. Wenn dein Budget begrenzt ist, könnte das schon schwierig werden.

Farbraum

Ein wesentlicher Unterschied in der Gestaltung für Print und Web liegt in der Verwendung verschiedener Farbräume. Das Farbschema, welches im Druck verwendet wird, ist CMYK (Cyan, Magenta, Yellow, Key=Schwarz). Im Web wird der Farbraum RGB verwendet. Dieser wird aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) zusammengesetzt.

Flyeralarm hat dazu eine wunderbare Übersicht erstellt, welche dir genau die Unterschiede zwischen CMYK und RGB erklärt.

Die Farben deiner gedruckten Materialien werden immer gleich aussehen. Im Web hingegen kann es zu Farbabweichungen kommen. Das passiert dann, wenn dein Monitor oder der deiner Leser nicht kalibriert ist.

Grafiker und Kreative haben meist einen kalibrierten Monitor und haben so die bestmögliche Farbdarstellung. Öffnest du die Datei an deinem Rechner, kann es passieren, dass du Abweichungen in den Farben siehst.

Mein Tipp: Um sicherzustellen, dass die Farben deiner gedruckten Materialien so aussehen, wie du es möchtest, lasse dir einen farbverbindlichen Ausdruck (Farbproof) von der Druckerei erstellen. Dieser Proof simuliert das spätere Druckergebnis und du kannst vorab die Farben sowie Schriften deines Produktes prüfen. Erst nachdem du deine Druckfreigabe gegeben hast, wird dein Produkt gedruckt.

Auflösung

Bei der Auflösung ist es ähnlich wie bei den Farbräumen. Auch hier unterscheiden wir zwischen Print und Web. Die Auflösung wird mit der Angabe dpi (dots per inch) angegeben. Als Standardwert gilt für den Druck 300 dpi und für das Web 72 dpi.

Mein Tipp: Nutze niemals eine Druckdatei mit 300 dpi fürs Web. Denn diese Datei ist viel zu groß und würde sehr langsam laden. Weiterhin werden Druckdateien mit Schnittmarken und einem zusätzlichen Rand (Beschnitt) angelegt, welche im Web völlig überflüssig sind. Und du möchtest doch sicherlich nicht dein Marketingmaterial in Druckqualität ins Netz stellen, so dass es sich jeder runterladen und in der Druckerei drucken lassen kann?

Umgekehrt ist es nicht zu empfehlen, eine 72-dpi-Datei drucken zu lassen. Dein Ergebnis wird total verpixelt aussehen, denn die Qualität ist nicht ausreichend für den Druck.

Interaktivität und höhere Reichweite

Mit deinen digitalen Marketingunterlagen bieten sich im Web fantastische Möglichkeiten, deine Bekanntheit zu steigern und potenzielle Kunden zu erreichen. Du kannst auf verschiedenen Social-Media-Kanälen, deiner Website oder deinem Blog Inhalte teilen und deine Leser dazu anregen, sie weiter zu teilen. So erreichst du binnen kurzer Zeit sehr viele neue interessierte Leser.

Zudem kannst du deine Dateien, die du digital als Download anbietest oder direkt an deine Kunden verschickst, noch attraktiver gestalten. Bietest du Arbeitsblätter, Formulare oder Checklisten an, mache sie interaktiv ausfüllbar. Dazu findest du im Artikel „InDesign-Tutorial: In 7 Schritten eine interaktive PDF-Datei erstellen“ eine nützliche Anleitung.

Mein Tipp: Prüfe unbedingt, ob deine Zielgruppe auch wirklich online vertreten ist. Liest sie lieber Fachzeitschriften oder Ähnliches, solltest du dort gezielt Werbung schalten, um auf dich aufmerksam zu machen. Oder du schreibst thematisch passende Fachartikel und zeigst deiner Zielgruppe, welches Fachwissen du auf deinem Gebiet hast.

Fazit

Marketingunterlagen für Print und Web unterscheiden sich in der Erstellung, Gestaltung und wie sie abgespeichert werden. Unterschiedliche Farbsysteme, Auflösungen, Ladezeiten, Dateigrößen und interaktive Elemente ‒ du hast viele Möglichkeiten dein Unternehmen und dein Produkt nachhaltig in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei solltest du dir von Anfang an Hilfe holen, um nichts dem Zufall zu überlassen.

Manuela Aksu Manuela ist Gründerin von Kreativcode und leidenschaftliche Grafikdesignerin aus München. Auf ihrem Blog teilt sie ihr Wissen über Grafikdesign und gibt dir nützliche und leicht umsetzbare Tipps, die du sofort für dein Business verwenden kannst.

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